Seit gestern Abend bin ich wieder glücklich und total erschöpft aus Prag zurück. Nach 3 Tagen, 2 viel zu kurzen Nächten und unzähligen Kilometern, die ich zu Fuß zurückgelegt habe, bin ich echt so richtig fertig.
Am Freitag bin ich schon um 7:30uhr mit dem Bus zum Hauptbahnhof gefahren, doch hatte, wie nicht anders zu erwarten war, der Zug natürlich 20min Verspätung.
In Prag war ich gegen 13Uhr und nach dem ich meine Unterkunft, die wirklich total zentral in der Altstadt war, gefunden hatte, gings auch gleich auf Besichtigungstour durch die Stadt.
Zuerst schaute ich mir die Astronomische Uhr an, die mich aber nicht sonderlich beeindruckte.
Danach gings weiter zur Karls-Brücke und der Prager Burg, der Hradschin.
Die Hradschin fand ich eigentlich auch ganz cool, außer dass, wie überall Prag, einfach zu viele Touristen unterwegs waren.
Danach habe ich mir das jüdische Viertel angeschaut, wobei ich sagen muss, dass dies mich am Meisten in Prag beeindruckt und mir auch am Besten gefallen hat. Zwar war der Eintrittspreis, trotz Studenten Ermäßigung, wirklich unverschämt teuer, doch der Friedhof sowie die alten Synagogen haben mich echt beeindruckt. Vor allem ist die Alt-Neue Synagoge in der Prager Josefsstadt, die älteste Synagoge in Europa. Dies aber auch nur, was ich ziemlich erschütternd fand, da die Nazis planten, dort ein Museum für die „untergegangene Rasse“ zu machen. Beeindruckend und erschütternd waren für mich auch die Wände in der anliegenden Pinkas-Synagoge, die mit 80.000 Namen von ermordeten Juden beschrieben waren.
Am Samstag habe ich mir zuerst die beiden Franz Kafka Museen der Stadt, sowie den Wenzel Platz angeschaut. Danach gings noch einmal auf die Burg, sowie in die dortige Brauerei. Wobei ich nur das hiesige Bier probiert habe, was keinem zu empfehlen ist!
Eher zufällig bin ich dann noch am größten Stadion der Welt, dem Strahov-Stadion vorbeigekommen, wo 250.000 Leute reinpassen.
Danach gings zur späten Stunde, genauso wie am Freitag Nacht, noch in die mir von Bekky empfohlene Disko „Karovy Lazne“, die direkt neben der Karls-Brücke ist und auf jeden Fall nen Besuch wert ist.
Fazit:
Prag ist auf jeden Fall einen Ausflug wert, jedoch ist das Essen dort, für meine Verhältnisse und in der Relation zu den Getränken, viel zu teuer.
Was sich nicht lohnt, ist ein Besuch im Bedřich Smetana Museum, auch wenn es fast keinen Eintritt kostet.
Ansonsten ist für mich Prag nicht mehr in Osteuropa, da wirklich alles auf Englisch und Deutsch beschrieben ist, sowie jeder Englisch spricht. Was ich mir für Bratislava auch wünschen würde!







hallo reiner!
es freut mich, dass IHNEN die josefsstadt so gut gefallen hat. erlauben SIE mir jedoch anzumerken, dass das bild unglücklich gewählt ist. das bild zeigt den zeremonialsaal der historischen beerdigungs-
gesellschaft.
bin beim googeln drauf gestoßen. vielleicht wäre eine bildunterschrift hilfreich oder der tausch mit einer aufnahme der alt-neu-synygoge.
Von: alexander wehrle am Juli 4, 2008
um 6:25